Höhenfeuerwerk – welche Effekte gibt es?

Bei der Unterscheidung zwischen einem Höhenfeuerwerk und einem Bodenfeuerwerk stellt sich vielen Menschen die Frage, welche Effekte es überhaupt gibt. Sie wollen wissen, worin sich die bunten Feuerwerkseffekte beim Höhenfeuerwerk unterscheiden und was sie so besonders macht. Denn die blumigen Namen der einzelnen Palmen, Päonien und Brokatkronen lassen nur wenige Rückschlüsse zu. Im Folgenden sind die grundlegenden Konzepte der Steigeffekte erklärt.

Grundlagen des Höhenfeuerwerks: Der wesentliche Unterschied

Wer ein Höhenfeuerwerk abbrennt oder eines betrachtet, kommt vor allem in den Genuss von Effekten, die bis zu mehrere hundert Meter in den Himmel aufsteigen. Diese Steighöhen sind je nach Effekt verschieden und der Profi unterscheidet zusätzlich zwischen solchen Feuerwerkskörpern, die eher passiv aufsteigen und solchen, die einen eigenen Antrieb aufweisen.

Passiv oder aktiv? Die Art des Aufstiegs beim Höhenfeuerwerk

Prinzipiell gelten die Luftheuler zu solchen Effekten, die über einen Eigenantrieb verfügen. Diese Heuler sind seit 2008 in Deutschland verboten, da ihre Flugrichtung schwer zu kontrollieren ist. Daneben weisen klassische Raketen einen eigenen Antrieb auf, bei dem die Treibladung für den nötigen Anschub sorgt, um die Rakete in den Himmel zu befördern.

Neben dem Eigenantrieb ist die Palette an Feuerwerkskörpern, die über einen passiven Antrieb verfügen, weitaus größer. Professionelle Pyrotechniker nutzen diese Form der Effekte wesentlich häufiger als Feuerwerksraketen. Solche Effektkörper benötigen eine zusätzliche Vorrichtung, um sie in die entsprechende Höhe zu schießen. Daher kommen für Pyrotechniker vor allem sogenannte Mörser zum Einsatz. Diese Rohre nutzen Schwarzpulver für die auszustoßende Ladung.

Bombette, Bombe und Kaliber – Die Basis für das Feuerwerk

Jedes Abschussrohr (auch Mörser genannt) weist zudem ein bestimmtes Kaliber, d. h. einen bestimmten Innendurchmesser, auf. Dabei gilt prinzipiell, dass der Effekt des Höhenfeuerwerks umso größer am Himmel wirkt, desto größer dieser Innendurchmesser des Mörsers ist. Die Bomben beim Höhenfeuerwerk ähneln hinsichtlich ihres Effektes den Raketen. Dennoch gibt es signifikante Unterschiede – nicht zuletzt durch den Antrieb bedingt. So bestimmt die Form der Bombe zum Teil die Steighöhe und zum Teil die Herkunftsart des Feuerwerkeffektes.

Kugelbomben kommen im Regelfall besonders häufig bei professionellen Pyrotechnikern zum Einsatz. Sie lassen sich mithilfe eines Mörsers abschießen und erinnern daher ein wenig an Kanonenkugeln. Diese Kugelbomben stammen häufig aus dem asiatischen Raum. Daneben existieren Zylinderbomben. Im Gegensatz zu Kugelbomben sorgt die spezielle Bauform der Zylinderbomben dafür, dass sie am Himmel mehrfach zerlegen können. Daneben existieren die sogenannten Bombetten. Diese besonders kleinen, zylindrisch geformten Bomben sind für gewöhnlich ein Bestandteil anderer Kugel- oder Zylinderbomben, Raketen oder Batterien. Sie nutzen hauptsächlich ein 15mm bis 65mm-Kaliber und kommen in größerer Anzahl zur Zündung.

Special Effects beim Höhenfeuerwerk: Das sind die bunten Effekte am Himmel!

Bei einem Höhenfeuerwerk entscheidet nicht nur die Bauform über Höhe, Kaliber und Effektform. Daneben existiert eine ganze Palette spezieller Effekte in den unterschiedlichsten Farben:

Von Schweifkometen, Kamuro und Chrysanthemen beim Feuerwerk

Jeder, der bereits ein Höhenfeuerwerk erlebt hat, kennt die prachtvollen Funkenschweife, die einige Effekte nach sich ziehen. Der Pyrotechniker bezeichnet einen Kometen, der mit einem Funkenschweif ausgestattet ist, als Schweifkometen. Daneben bezeichnet der blumige Begriff Chrysanthemen Leuchtsterne, die sich durch ihren Funkenschweif auszeichnen. Die Effektentwicklung am Himmel ist bei ihnen besser erkennbar als bei anderen Leuchtsternen. Der Effekt namens Kamuro hingegen funktioniert wie die Chrysanthemen. Der einzige Unterschied zeigt sich am Schluss: Dabei leuchten die Sterne ein weiteres Mal hell auf und teilweise wechseln sie dabei sogar die Farbe.

Brokatkronen, Goldweiden, Palmen und Päonien

Prächtige Päonien gelten als Standardeffekte für professionelle Pyrotechniker. Sie ähneln den floristischen Pfingstrosen und bilden eine runde Blüte am Himmel, die gegebenenfalls sogar mehrfarbig explodiert. Für wen es etwas mehr sein darf, der wählt üppige Palmen aus. Diese Effekte ähneln den Päonien, unterscheiden sich aber dahingehend, dass sie Schweifkometen hinter sich herziehen. Ähnlich funktionieren auch Goldweiden. Diese Effekte stoßen Schweifsterne aus, die herabfallen und eher schwach leuchten. Auf diese Weise erinnert der Effekt beim Höhenfeuerwerk an eine Trauerweide am Himmel. Brokatkronen stellen eine Abweichung der Chrysanthemen dar, weil sie besonders hell erstrahlen und der Effekt zudem länger anhält. Solche spektakulären Effekte eignen sich in den Farben Gold oder Silber besonders für das Ende eines Höhenfeuerwerks.

Weitere Effekte beim Höhenfeuerwerk – Crackling, Crossetten, Blinker und Bomben

Etwas spezieller funktionieren das Crackling und die Crossetten. Erstere knallen kräftig, bevor sie zahlreich über das Himmelszelt knistern. Dagegen stellt eine Crossette eine Leuchtkugel dar, die sich bei der Explosion in vier Kometen zerteilt. Sogenannte Blinker stellen eine zweiphasige Reaktion dar, die sich als immer wieder aufleuchtende Blitze offenbart. Nicht zuletzt gibt es Bomben, die als Herz, Smiley oder Schmetterling explodieren – einige verursachen sogar Ringe am nächtlichen Himmel. Was gibt es Besseres für besondere Anlässe wie einer Hochzeit als solch ein Höhenfeuerwerk?

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